Was macht ein Hochschulstudium aus?

Universität oder Fachhochschule

Nach der Bologna-Hochschulreform kann nicht mehr ganz so trennscharf zwischen einer Universität und einer Fachhochschule unterschieden werden. Jedoch bestehen zwischen den beiden Hochschultypen immer noch bestimmte allgemeine Unterschiede, die im nachfolgenden Video erklärt werden.



Quelle: YouTube Kanal Studienberatung, EDU-Institut. Institut für Studien- und Berufsberatung. www.edu-institut.de


Was macht ein Studium aus?

Warum Studieren

Neben der Vorbereitung auf eine berufliche Tätigkeit und der Vermittlung der dafür erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden, liegen die Ziele eines Studiums laut dem Brandenburgischen Landeshochschulgesetz darin, die Studierenden zu selbständigem Denken und zu verantwortlichem Handeln zu befähigen.

Das Studium ist demnach auch eine wichtige Zeit für die eigene Persönlichkeitsentwicklung. Besondere Merkmale einer akademisch gebildeten Person sind unter anderen:

  • Gesunder Skeptizismus: Als „objektiv“ deklariertes Wissen wird auf seine theoretischen Voraussetzungen, zugrundeliegenden Einstellungen bzw. Werte, Methoden, Quellen und Daten hin überprüft.
  • Offenheit und Kreativität: Die Grenzen des Wissens werden als Herausforderung zum kontinuierlichen Forschen und Fragen verstanden und Lösungswege auch auf unkonventionelle und schöpferische Weise gesucht.
  • Abstraktionsvermögen und ein Blick fürs Ganze: Akademiker sollten sich in ihren Tätigkeitsbereichen nicht im Klein-Klein des Alltags verlieren, sondern vom Konkreten abstrahieren und auf eine Idee des Gesamtzusammenhangs beziehen können.
  • Kommunikation und Teamfähigkeit: Komplexe Inhalte in angemessener Weise Laien verständlich zu machen und zu diskutieren sowie die Fähigkeit, mit anderen Menschen unter einem gemeinsamen Ziel kooperativ zusammenzuarbeiten.
  • Urteilsvermögen: In neuartigen Situationen, in denen traditionelle Wertmaßstäbe versagen, sollten akademisch gebildete Menschen den Mut und die Fähigkeit haben, sich ein eigenes Urteil zu bilden.
Die klassische Veranstaltungsform

Die klassische Veranstaltungsform an einer Universität ist die allseits bekannte Vorlesung. In einem Hörsaal mit vielen Studenten in der BibliothekSitzreihen referiert ein Professor oder Dozent zu einem Thema. Die Studierenden erhalten in der Regel Unterlagen und Literatur zum Thema, hören zu und machen Mitschriften. Daneben gibt es Seminare und Übungen. Dort werden häufig Referate gehalten, Hausarbeiten geschrieben und das erarbeitete Wissen intensiv diskutiert. Das gelernte Wissen wird meistens in Klausuren zum Ende des Semesters geprüft. Speziell im Studium Ernährungswissenschaft werden viele Inhalte im Rahmen von Laborarbeit und Praktika vertieft, die häufig in der vorlesungsfreien Zeit stattfinden.

Wann und wo welche Vorlesungen, Seminare, Übungen und Praktika im jeweiligen Semester stattfinden steht im Lehrveranstaltungsplan. Bitte beachten Sie, dass die Vorlesungen an einer Universität häufig 15 Minuten später beginnen, als im Vorlesungsverzeichnis angegeben. Das so genannte akademische Viertel wird im Vorlesungsverzeichnis mit der Abkürzung c.t. (lat.: cum tempore) kenntlich gemacht. So fängt eine Vorlesung, die mit 9 Uhr c.t. angegeben ist, tatsächlich erst um 9:15 Uhr an. Falls die Vorlesung pünktlich um 9 Uhr beginnen soll, wird die Uhrzeit üblicherweise als 9 Uhr s.t. (lat.: sine tempore) angegeben.

Lernstoff selbstständig vor- und nachbereiten

Im Studium wird viel stärker als in der Schule von den Studierenden erwartet, dass sie den Lernstoff selbstständig vor- und nachbereiten. Der größte Teil der Arbeit erfolgt also ohne Anleitung z.B. zu Hause am Schreibtisch, in Bibliotheken oder selbst organisierten Lerngruppen. Wann und wie das passiert, bleibt weitgehend Ihnen selbst überlassen. Die Bibliothek der Universität Potsdam mit ihren unterschiedlichen Standorten auf dem Campus Golm, dem Campus Am Neuen Palais und dem Campus Griebnitzsee bietet Ihnen für das Selbststudium sowie für die Literaturrecherche optimale Möglichkeiten.


Zuletzt geändert: Dienstag, 28. August 2018, 13:31